Interiordesign-Star Markus Hilzinger

Die größten Architektur- und Designmagazine feiern ihn, er ist Jurymitglied angesehener Preisverleihungen der Branche und selbst vielfach ausgezeichneter Award-Gewinner: Markus Hilzinger. Erwartet man nach einem derartigen Entrée eine attitüdige Diva, ist man weit gefehlt. Vollkommen unprätentiös, mit einem feinen Sinn fürs Zwischenmenschliche, einem ebenso subtilen wie scharfsinnigen Humor und einer wahrlich hedonistischen Freude an den schönen Dingen des Lebens, entwickelt der gefeierte Interiordesigner mit einer ausgesuchten Ästhetik in Kunst, Design, Farbe, Form und Strukturen, Raum- und Lebenskonzepte für das elegante 5-Sterne-Hotel, ebenso wie für das hippe Loft oder die urban-gediegene Stadtvilla. Aber auch Showrooms und Messeständen verleiht er sein feines Signet und versteht es dabei die Aussage, die Marke, die Essenz seines Auftraggebers unaufdringlich in den Vordergrund zu stellen.

Hilzinger studierte nach einer bodenständigen Kindheit in Baden Kunstgeschichte und Architektur in Berlin. Vor der Gründung von Fine Rooms, zeichnete er als Chefarchitekt bei amj-Design verantwortlich für Projekte wie u.a. die neuen Zimmer und Suiten des berühmten Hotel Adlon, das Grandhotel Heiligendamm oder St. James Hotel in London. Sechs Jahre war er zudem Creative Director für Meissen Home.

Wie sehr der Drang zu gestalten, zu verschönern Hilzinger innewohnt, versteht man wohl, wenn er erzählt wie er bereits in der badischen Provinz die Zimmer seiner Schwestern umgestaltete und umräumte. „Ob sie wollten, oder nicht.“, erzählt er schmunzelnd und muss lachen. Markus Hilzingers Lachen ist lebendig, voller Lebensfreude. In allem strahlt der Designer eine Leichtigkeit aus, die auch in seinen Räumen spürbar ist. Er schafft es selbst altehrwürdigen Gemäuern und Traditionshäusern eine frische Lebendigkeit einzuhauchen und dabei liebevoll ihre Geschichte zu bewahren. Mit seinen Kunstkonzepten erzählt er die Geschichte eines Raumes über das Design hinaus weiter. So finden sich bei ihm Ölgemälde neben modernen Fotografien, Skulpturen als Pendant zu Lithographien, kuratiert gehangen und arrangiert. Techniken und Sujets sind dabei so individuell wie die Projekte selbst. Die Werke reflektieren den historischen oder kulturellen Kontext ihrer Umgebung und spielen mit den architektonischen Gegebenheiten.

Und welches Hideaway sucht ein Mensch, der selbst die schönsten Plätze gestaltet? Markus Hilzinger liebt Paris. Anlässlich der Maison et Object war er erst kürzlich dort. Aber ein Schöngeist hetzt eben nicht getrieben durch zahlreiche Messehallen, sondern lässt sich treiben, findet ohne zu suchen. Und zwischendrin entdeckt man den Meister des Interior vielleicht im wunderschönen Gartenhof des von Innenarchitekt Jacques Garcia entworfenen Hotels Costes. Hier entspannt er bei einem kühlen Glas Champagner, genießt das Savoir Vivre und sammelt neue Inspirationen. Oder aber auch am Abend, im Restaurant Monsieur Bleu, wo man die magische abendliche Show des blinkenden Eiffelturms bei einer köstlichen Ceviche oder einem toll gemachten Steak Frites genießen und den Abend ganz á la Parisienne ausklingen lassen kann. Wer möchte sich da nicht zu ihm setzen und die Leichtigkeit des Seins genießen, in einer Nacht außerhalb von Zeit und Raum, wie es sie wohl nur in Paris gibt?


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